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Review: Hello Neighbor Hide and Seek

08.01.2019 - Spiele - Ersin Ö.
Review: Hello Neighbor Hide and Seek

Mit Hello Neighbor Hide and Seek veröffentlichte tinyBuild Games am 07. Dezember 2018 das Prequel zum im Jahre 2017 erschienenen Hello Neighbor, das seinerzeit gemischte Kritiken einfuhr, aber dennoch eine solide Fangemeinschaft aufbauen konnte. Ob das Spiel auf der Nintendo Switch den Horror seines Vorgängers einfangen kann und welche Neuerungen auf uns warten, erfahrt ihr in dieser Review.

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Eine glückliche Familie?

Den mysteriösen Nachbarn aus Hello Neighbor haben wir als miesgrimmigen und bösartigen Charakter kennengelernt, der ein Geheimnis in seinem Keller zu verbergen scheint, welches der Spieler in der Rolle eines Kindes in kniffligen Rätseln und Schleichpassagen zu lösen versucht, ohne sich dabei von ihm erwischen zu lassen. Denn bereits nach kurzer Zeit steht eines fest: Der Nachbar macht auch vor Kindern keinen Halt, um sein Geheimnis zu bewahren. Mit einer dazu lernenden künstlichen Intelligenz bot Hello Neighbor ein neuartiges Spielkonzept, bei dem der Computergegner auf die Entscheidungen des Spielers dynamisch reagierte und somit jeden Durchlauf zum einzigartigen und aufregenden Spielerlebnis machte.

In Hello Neighbor Hide and Seek wird nun die Vergangenheit des Nachbarn näher beleuchtet, die in diversen Sequenzen zwischen den Leveln erzählt wird und den Wandel seiner Persönlichkeit vom lieben Familienvater zum gruseligen Nachbarn aufzeigt. In der Rolle seiner Tochter Mya spielen wir mit ihrem Bruder Aaron ein Versteckspiel innerhalb der Familienwohnung, die durch die lebhafte Imagination der Kinder in phantasievolle Umgebungen verwandelt wird. Mal sind wir in der Wildnis unterwegs, wo der Bruder uns als Raubtier auf den Fersen ist, mal in der Großstadt, in der er uns als Polizist zu verhaften versucht. Das Ziel ist dabei stets, diverse Objekte wie Plüschtiere oder Geldbeutel zu finden und in einen Korb zu legen, ohne dabei gefangen zu werden.

Abwechslungsreiche Level und Optik

Die fünf verfügbaren Level sind durchaus gut gelungen. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Thematik, sondern bieten auch große Areale, die frei begehbar sind und zur Erkundung einladen. Manche der Orte sind dabei nur durch Sprünge über diverse Plattformen erreichbar, an denen sogar einige der gesuchten Objekte versteckt sind. Manchmal lassen sich aber auch Gegenstände zur Lösung von verschiedenen Rätseln finden. So können wir beispielsweise ein Stück Plüsch-Fleisch dazu verwenden, einen Plüsch-Löwen aus seiner Höhle zu locken, damit wir ihn greifen und in den Korb werfen können.

Auf der Suche nach den Objekten merkt man stets, dass die Entwickler sich sehr viel Mühe mit dem optischen Design der Level gegeben haben. Immer wieder haben wir Orte entdeckt, die sehr detailreich, aber auch realitätsverzerrt gestaltet waren, passend zur wilden Fantasie eines Kindes. So werden beispielsweise Möbel überdimensional dargestellt oder Pappfiguren zum Leben erweckt. Der Grundriss lässt sich außerdem von Level zu Level grob wiedererkennen, während wiederkehrende Elemente wie die riesige Uhr, die im Übrigen den Level-Fortschritt anzeigt, Anhaltspunkte für den Aufbau der Wohnung geben.

Schwieriger Einstieg und spielerische Mängel

Die ersten ein bis zwei Stunden in Hello Neighbor Hide and Seek können sehr frustrierend sein. Der Grund dafür liegt in fehlenden Erklärungen und mangelnden Hinweisen. Der Spieler wird mitten ins erste Level geworfen, ohne dass dabei die Spielmechaniken erläutert oder das Ziel des Spiels erwähnt werden. Lediglich das Fangen und Verstecken wird in einer kurzen Einführungssequenz angedeutet. Somit bleibt es dem Spieler überlassen, die unterschiedlichen Elemente in den Leveln zu erforschen und sich das Spiel selbst zu erklären. Glücklicherweise können in den Optionen Hinweispfeile zur Auffindung der gesuchten Objekte aktiviert werden. Doch diese geben nur eine ungefähre Position der Objekte an, was in den großen Arealen der Level sehr strapazierend sein kann, bis man endlich eins gefunden hat. Denn nur dann, wenn alle Objekte gefunden worden sind, darf das nächste Level betreten werden.

Gravierende Abstriche gibt es des Weiteren beim zugrundeliegenden Versteckspiel. Wo der Bruder anfänglich noch eine Gefahr darstellt, wird dieser im Laufe des Spiels eher zur Belästigung und zum Störfaktor. Denn im Vergleich zu Hello Neighbor lernt der Computergegner diesmal nicht dazu, sodass das Verhalten immer gleichbleibt und keine Herausforderung mehr darstellt. Insbesondere, wenn man erst einmal gelernt hat, sich in Büschen oder ähnlichen Gegenständen zu verstecken. Denn hat man sich versteckt, kann der Bruder einen nicht mehr auffinden, ganz gleich, wie nahe er einem kommt. Wir hätten uns gewünscht, dass er zwischendurch in bestimmten Verstecken nachschaut und wir dennoch Gefahr laufen, erwischt zu werden. Eine Bestrafung für das Gefangenwerden gibt es im Übrigen nicht. Der Fortschritt bleibt jederzeit erhalten, lediglich wird die Position des Spielers wieder an den Startpunkt des Levels zurückgesetzt. So flacht auch die Anspannung ab, die durch plötzlich eintretende Musik und optische Verzerrung erzeugt wird, wenn der Bruder uns entdeckt oder dieser sich in der Nähe befindet. Abseits der Fang-Melodie gibt es nämlich sonst auch keine Musik, die zur Atmosphäre beitragen würde.

Fazit

Hello Neighbor Hide and Seek ist ein Spiel, das sein volles Potential nicht ausschöpft und den Spieler oft hilflos im Regen stehen lässt. Die fehlenden Erklärungen sowie das nicht ausgereifte Versteckspiel trüben die Spielerfahrung deutlich. Trotz der fantasievollen Gestaltung der Level und der durchaus interessanten Vorgeschichte, kann nicht genügend Grusel-Atmosphäre aufgebaut werden, was mitunter an der fehlenden Hintergrundmusik liegt. Geduldige und erkundungsfreudige Spieler sowie Fans von Hello Neighbor könnten ihren Gefallen am Spiel finden. Allen anderen können wir nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Hello Neighbor Hide and Seek
Publisher:
tinyBuild Games
Kategorien:
Adventure, Puzzle
Spieler:
1
Veröffentlichungsdatum:
Download 07.12.2018
Modul 07.12.2018
Sprachen:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch
Alterseinstufung:
USK ab 6 Jahren
Wertung: 5/10
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